Die Muskel- und Faszientherapie ist ein wesentlicher Bestandteil meines osteopathischen Ansatzes. Faszien bilden als Teil des menschlichen Bindegewebes ein verbindendes Netzwerk, das Strukturen stützt, schützend ummantelt und eine zentrale Rolle bei der Versorgung des Gewebes spielt.
In meiner Praxis findet die Faszienbehandlung in allen Teilbereichen der Osteopathie ihren Platz: von der parietalen Ebene (Extremitäten und Bewegungsapparat) über die viszerale Ebene (innere Organe) bis hin zur kraniosakralen Therapie (Schädel und Kreuzbein).
Dabei vertraue ich auf das Prinzip, ‚mit den Händen zu lesen‘: Individuelle Muskel- und Faszientechniken sind fester Bestandteil meiner Therapieverläufe, um das Gewebe in seiner Gesamtheit anzusprechen.“
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Außerdem profitiere ich von dem Wissen der Therapieform des Fasziendistorsionsmodells nach St. Typaldos – Arzt u. Osteopath und Begründer des FDM.
Hier wird der Behandlungsweg gemäß der anzeigten Körpersprache des Patienten ausgerichtet. St. Typaldos erkannte nämlich, dass seine Patienten jeden Alters ihre Schmerzen durch ähnlich spezifische Beschreibungen und intuitive Gesten erklärten.
Daraufhin entwickelte er ein spezielles Diagnose- und Therapiekonzept; das Fasziendistorsionsmodell mit seinen 6 typischen faszialen Störungen:
1. Das Triggerband ( Verdrehung, Aufspaltung oder Calzifizierung einer Faszie )
2. Continuum Distorsion/ CD ( Störung einer Übergangszone zwischen Knochen und faszialem Gewebe )
3. Falt Distorsion ( Kann durch Zug- oder Traktionskräfte in Verbindung mit Rotation entstehen )
4. Hernierter Triggerpunkt ( Störungen, bei denen Gewebe, das normalerweise unter Faszienschichten liegt, nach außen gedrückt wird und dort stecken bleibt )
5. Zylinder Distorion ( Verhakung einer oberflächligen Faszie )
6. Tektonische Fixierung ( Verlust der Gleitfähigkeit einer Faszie )
